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Montag, 30. Januar 2012

Rezension: Stephen King - Das Mädchen

Autor: Stephen King
Titel: Das Mädchen
Seiten: 302
Genre: Horror
veröffentlicht: 2000 bei Schneekluth
Originalausgabe: The Girl Who Loved Tom Gordon (New York, 1999)
Link zur Leseprobe: Leseprobe (vom PAN-Verlag)


Kurzbeschreibung:

"Die Welt hat Zähne. Und mit denen beißt sie zu, wann immer sie will."
Die neunjährige Trischa unternimmt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter eine Wanderung. Trischa verlässt kurz den Weg - und verläuft sich im Wald. Hunger und Durst, Mückenschwärme und wilde Tiere, Einsamkeit und Dunkelheit sind nicht ihre einzigen Begleiter ...


Über den Autor:

Mit seinen phantastischen, teils ironischen "Horrorgeschichten" avancierte Stephen King zu einem der meistgelesenen Bestsellerautoren der amerikanischen Literatur.
King: „Die Ängste, die ich entdecke, sind die Ängste aller".
 
Rezension:

Die Geschichte ist ziemlich simpel, denn außer dem, was oben beschrieben wird, passiert nicht viel mehr im Groben.
Das letzte Mal, das ich ein King-Buch gelesen habe, da war ich noch ein Teenager, es ist mindestens an die fünf Jahre her. Damals mochte ich es, mich zu gruseln, heute jagt mir King und Co. regelrechte Schauer über den Rücken und beschert mir hin und wieder sogar einen Alptraum. Nichtsdestotrotz sieht man an diesem Roman mal wieder, wie faszinierend und fesselnd Stephen King schreibt. Mit einem Minimal an Handlung beschreibt er ausführlich die Gedanken, Gefühle und vor allem Fantasien der kleinen Trischa und stellt sie so glaubwürdig da, dass man sofort das neunjährige Mädchen vor sich sieht.
Die Gefahr, die im Wald auf Trischa lauert, wird immer nur angedeutet, erst gegen Ende erfahren Trischa und der Leser, ob die Gefahr eine wirkliche Gefahr - und wenn ja, was genau - oder doch nur eine Fantasie des Mädchens ist.
  
Fazit: 

Eine sehr spannende Geschichte, die in den Leser eindringt und nicht so leicht wieder aus den Gedanken zu bekommen ist.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Rezension: Happy Bissday!

Herausgeber: Charlaine Harris & Toni L.P. Kelner
Titel: Happy Bissday! Vampirgeschichten
Seiten: 461
Genre: Anthologie, Fantasy
veröffentlicht: 2008 in dtv
Originalausgabe: Many Bloody Returns, New York 2007
Link zur Leseprobe: Leseprobe



Kurzbeschreibung:

Auch Vampire haben mal Geburtstag ...
Geschichten mit Biss von Kelley Armstrong, Jim Butcher, Rachel Caine, Bill Crider, P.N. Elrod, Christopher Golden, Carolyn Haines, Tate Hallaway, Charlaine Harris, Tanya Huff, Toni L.P. Kelner, Jeanne C. Stein und Elaine Viets

"Dieses Buch ist ein Must für jeden Vampir-Fan!" Romantic Times

 
Rezension:

Ich lese eher weniger Fantasy und außer der Twilight-Serie habe ich noch keine Vampirromane gelesen. Außerdem ist es meine erste Anthologie, die ich überhaupt gelesen habe. Ich bin sehr positiv überrascht.
In diesem Buch sind insgesamt 13 Kurzgeschichten enthalten, die allesamt als Leitmotiv Vampire und Geburtstage beinhalten. Mal ist ein Vampir die Hauptrolle, mal wird gegen einen gekämpft, mal hat ein Vampir Geburtstag, mal greift er sein Opfer an dessen Geburtstag an...
Die Geschichten sind alle unterschiedlich, es gibt gefühlvolle, nachdenkliche, actionreiche Erzählungen.
Zum Cover ist zu sagen, dass die Torte, auf der der abgebildete Vampir steht, sehr hübsch glitzert. ;)
Bislang habe ich noch von keiner Autorin bzw. keinem Autor aus dieser Anthologie ein Buch gelesen, obwohl mir einige Figuren, die auch in die Kurzgeschichten eingebunden waren, vom Hörensagen bekannt waren. Das werde ich schleunigst ändern!
 
Fazit: 

Eine wunderbare Anthologie zum Schmökern. Eignet sich auch wunderbar als etwas außergewöhnlicheres Geburtagsbuchgeschenk. :)


Bücher der Autor/innen, die ins Deutsche übersetzt wurden:

Charlaine Harris:
  • Sookie-Stackhous-Serie (11 Bände)
  • Harper-Conelly-Serie (4 Bände)
  • Stummer Zorn (Einzelroman)
Christopher Golden:
  • Baltimore oder Der standhafte Zinnsoldat und der Vampir (Einzelroman)
  • Unmagier-Serie (4 Bände)
Kelley Armstrong:
  • Otherworld-Serie (13 Bände, die ersten 8 ins Deutsche übersetzt)
  • Darkest Power & Darkness Rising-Serie (5 Bände, die ersten 3 ins Deutsche übersetzt)
Jim Butcher:
  • Dresden Files (14 Bände, die ersten 9 ins Deutsche übersetzt)
  • Codex Alera (6 Bände, die ersten 5 ins Deutsche übersetzt)
P.N. Elrod:
  • Vampire Files (11 Bände, ersten 3 ins Deutsche übersetzt)
  • Jonathan Barrett, der Gentleman Vampir (4 Bände)
Rachel Caine:
  • Die Wetter-Wächter (9 Bände, der erste ins Deutsche übersetzt)
  • Haus der Vampire-Serie (8 Bände, die ersten 6 ins Deutsche übersetzt)
Jeanne C. Stein:
  • Anna Strong-Serie (6 Bände)
 Tanya Huff:
  • Die Chroniken der Hüter (3 Bände)
  • Crystal (2 Bände)
  • Victoria Nelson-Blutserie (6 Bände)
  • Smoke und ...-Serie (3 Bände)
  • Der Stein von Iskara (Einzelroman)
  • Der Hexenladen (Einzelroman)
Carolyn Haines:
  • Am Ende dieses Sommers (Einzelroman)
  • Der Fluss des verlorenen Mondes (Einzelroman)
  • Das Mädchen im Fluss (Einzelroman)
  • Bones-Serie/Sarah-Booth-Delaney-Serie (10 Bände, die ersten 6 ins Deutsche übersetzt)
Tate Hallaway:
  • Garnet Lacy-Serie (5 Bände)

Dienstag, 24. Januar 2012

Rezension: Waris Dirie - Wüstenblume

Autorin: Waris Dirie
Titel: Wüstenblume
Seiten: 348
Genre: Autobiografie
veröffentlicht: 1997 bei Knaur
Originalausgabe: Desert Flower, New York 1997

Links:
die Homepage der Autorin
der Trailer zur Verfilmung


Kurzbeschreibung:

Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. In Wüstenblume hat sie nun erstmals ihre Geschichte niedergeschrieben und als UNO-Sonderbotschaftlerin den Kampf gegen die Folter der rituellen Beschneidung aufgenommen.
 
 
Zitat:
 
"Ich bete darum, dass eines Tages keine Frau mehr diese Qual erleiden muss. Sie soll zu etwas längst Vergangenem werden. Die Menschen sollen sagen: "Hast du schon gehört, die Genitalverstümmelung von Frauen ist in Somalia gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt worden?" Und dann dasselbe auch im nächsten Land und im nächsten, und so weiter, bis die ganze Welt für alle Frauen sicher ist. Was für ein glücklicher Tag wird das sein - und darauf arbeite ich hin.
So G-tt will, wird dieser Tag kommen."
 
Rezension:

Eine unglaubliche Geschichte, eine unglaubliche Frau.
Waris wächst in einer Nomadenfamilie auf. Sie lernt automatisch, sich wie eine Frau zu verhalten, d.h. demütig und allen Befehlen folgend. Aber sie ist die Aufmüpfigste ihrer vielen Geschwister. Sie begehrt immer wieder auf und soll deshalb als Dreizehnjährige schon verheiratet werden. Ihr zukünftiger Mann soll ein Mann werden, der ihr Großvater sein könnte und an einem Stock geht! Waris flieht und lässt ihre geliebte Natur und vor allem ihre geliebte Mutter zurück. Durch Umwege gelangt sie in den Westen und wird Model.
Sie setzt sich für die Frauen auf der ganzen Welt ein, die beschnitten werden, nach wie vor wird dieses Leid ungefähr 2 Millionen Frauen/Mädchen jährlich angetan. Und nicht nur in Afrika, nein auch in "traditionellen" Familien inmitten New Yorks.

Ich habe Waris' Biografie an einem Tag verschlungen und obwohl ich nicht geweint habe wie Menschen, denen es Waris erzählt und die sie in ihrem Buch beschrieben hat, hat es mich sprachlos und schockiert zurückgelassen. Ein fünfjähriges Mädchen war sie, als ihr das angetan wurde. Es hat ihr ganzes Leben und ihr ganzes Wesen verändert. Und doch ist sie G-tt heute dafür dankbar, dass er ihr diese Chance ihres neuen Lebens gegeben hat, damit sie anderen Frauen helfen kann.

Das Buch hat auch einige witzige Stellen, an denen ich lauthals gelacht habe, obwohl ich glaube, dass sie keinesfalls komisch gemeint waren. So z.B. die Stelle, an der Waris mit einer Flugzeugtoilette kämpft.

Ich frage mich allerdings, inwieweit diese Gesetze, die die UNO durchsetzen will, für Nomaden gelten bzw. bei ihnen durchgesetzt werden können. Wie sollen das die zuständigen Behörden denn erfahren? Wenn diese Greueltaten schon in New York geschehen und die Polizei es nicht verhindern kann, wie dann in den Wüsten Afrikas?
 
Fazit: 

Waris ist eine starke Persönlichkeit, die gegen das Unrecht kämpft, das ihr angetan wurde. Wenn man mehr von dieser Welt, aus der sie stammt, erfahren möchte, sollte man unbedingt dieses Buch lesen. Es geht nicht nur um die Beschneidung, sondern auch um das Nomaden- und das Modelleben an sich.


Weitere Bücher der Autorin: 
  •  Nomadentochter
  • Schmerzenskinder
  • Brief an meine Mutter
  • Schwarze Frau, weißes Land
Anmerkung zur Verfilmung:
Oftmals gefällt dem Leser eine Buchverfilmung nicht, besonders tragisch ist es natürlich, wenn eine wahre Geschichte verfilmt wird.
Ich habe kurz nach dem Lesen des Romans die Verfilmung gesehen und finde sie sehr schlecht gemacht und absolut nicht zu empfehlen. Es wurde so vieles verdreht, dass die Geschichte Waris' total anders dargestellt wird, als sie wirklich passiert ist. Das ist keine künstlerische Freiheit mehr - das ist Verdrehung der Tatsachen!

Sonntag, 8. Januar 2012

Rezension: Antoine de Saint-Exupéry - Der Kleine Prinz

Autor: Antoine de Saint-Exupéry
Titel: Der Kleine Prinz
Seiten: 75
Genre: Klassiker, Märchen
veröffentlicht: 1952 bei Karl Rauch Verlag
Originalausgabe: Le Petit Prince (1943, New York)
 
Kurzbeschreibung:
 
Der kleine Prinz lebt auf einem Planeten mit drei Vulkanen und einer Blume. Als er an der Liebenswürdigkeit der Blume zu zweifeln beginnt, begibt er sich auf eine Reise, die ihn schließlich auch auf die Erde, genauer: in die Sahara, führt. Dort trifft er auf den mit dem Flugzeug abgestürzten Ich-Erzähler, mit dem er Freundschaft schließt und dem er von den merkwürdigen Charakteren berichtet, die er auf den anderen Planeten getroffen hat.

Hier ist eine ganz wunderbare Seite zum Buch: www.kleineprinz.de
Und hier gibt es noch eine Leseprobe: *klick*
 
 
Über den Autor:
 
 Antoine de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 als Sohn des Grafen Jean Marie de Saint-Exupéry und Abkömmling einer der ältesten französischen Adelsfamilien in Lyon geboren. Schon früh verlor er den Vater; mit umso größerer Liebe hing er sein ganzes Leben lang an seiner Mutter, einer geborenen Marie de Fanscolombe ("Briefe an seine Mutter"). Nach dem Besuch der Jesuitenschule leistete er seinen Militärdienst in einem Fliegerregiment - und fand so seinen Beruf: 1926 übernahm er als Pilot der Gesellschaft Latécoère die Linie Toulouse - Casablanca ("Südkurier"). Schon zwei Jahre später wurde er Direktor der Luftpost von Buenos Aires ("Nachtflug")und danach wieder Versuchsflieger. Im Jahre 1935 stürzte er zusammen mit seinem Mechaniker Prévot über der ägyptischen Wüste ab - eine Episode, die in seinem Buch "Wind, Sand und Sterne" wiederkehrt. Es entstand zwei Jahre später nach einem Startunfall in Guatemala und erhielt den Großen Preis der Académie Francaise. Im Zweiten Weltkrieg emigrierte Saint-Exupéry nach der Besetzung Frankreichs in die USA; hier entstand neben "Der Kleine Prinz" und "Flug nach Arras" auch der unter dem Titel "Bekenntnis einer Freundschaft" veröffentlichte Brief an den ausgelieferten Freund Léon Werth. Als die Alliierten 1942 in Nordafrika landeten, schloss sich "Saint-Ex" - wie ihn seine Freunde nannten - sogleich der Armee des Generals de Gaulle an. Am 31. Juli 1944 startete sein Fernaufklärer von der Insel Korsika aus zum letzten Flug: Der Pilot und Dichter kehrte nicht zurück.
Zeitlebens gab es für Saint-Exupéry nur zwei Dinge, die wichtig waren: das Fliegen und das Schreiben. Dennoch flog er nicht um des Fliegens, schrieb er nicht um des Schreibens willen. Beides war ihm wichtig als Dienst am Menschen. Alle seine Bücher, von den in dem Band "Dem Leben einen Sinn geben" zusammengefassten Reportagenm Leitartikeln und Briefen bis zu dem mächtigen Gedankenbau der "Stadt in der Wüste" und dem berühmten "Brief an einen General", folgen diesem Grundgedanken: dem Menschen von heute einen Halt, seinem Leben wieder Sinn und Richtung zu geben.
 
Rezension:
 
Dieses kleine Büchlein wollte ich schon seit Ewigkeiten lesen und nun habe ich es endlich geschafft. Auf so wenigen Seiten ist so vieles dargestellt, dass es mich schier umgehauen hat.
Ein kleiner Prinz, der auf einem kleinen Planeten lebt, beschließt, die Welt zu erkunden und auf jedem Planeten trifft er einen Typos des menschlichen Charakters: sei es ein König, der sich für den Größten hält, obwohl er gar keine Untertanen hat, sei es ein eitler Mann, der immerzu gelobt werden will, obwohl auch für ihn niemand auf seinem Planeten ist, der ihn anhimmeln kann.
Der kleine Prinz landet schließlich auf der Erde und trifft mitten in der Wüste auf unseren Ich-Erzähler, der mit seinem Flugzeug abgestürzt ist und droht, bald zu verdursten. Der kleine Prinz fragt ihn vieles, antwortet selbst nie und wünscht sich ein Schaf, das ihm gezeichnet werden soll.
Während dieser wenigen Tage freunden sich die beiden an und wollen sich gar nicht mehr trennen.
Unterstützt wird dieses Märchen von Zeichungen, die der Autor selbst angefertigt hat und die sich als genauso philosophisch oder auch banal - je nach Sichtweise - entpuppen.
 
Fazit: 
 
Zuerst tut man diese offensichtliche Naivität als kindisch ab, doch hinter dieser Naivität, die gar keine ist, befindet sich etwas Tieferes, höchst Philosophisches. Ja, der kleine Prinz öffnet uns die Augen und sagt uns, dass wir die Welt nicht so oberflächlich betrachten sollen. Dass wir hinter die Dinge schauen und nachfragen sollen. 

Dienstag, 27. Dezember 2011

Rezension: Iris Johansen - Pandoras Tochter

Autor: Iris Johansen
Titel: Pandoras Tochter
Seiten: 427
Genre: Thriller
veröffentlicht: 2011
Originalausgabe: 2007 „Pandoras Daughter“, New York

Kurzbeschreibung:

Als Kind hatte Megan Angst, verrückt zu sein. Denn immerzu hörte sie Stimmen. Bis ihre Mutter bei einem Autounfall starb, und die Stimmen in Megans Kopf verstummten. Jetzt ist Megan 27 Jahre alt und froh, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben. Sie liebt ihre Arbeit als Ärztin in einem Krankenhaus und lebt bei ihrem Onkel Phil, dessen besonnene Art ihr Kraft gibt. Doch dann wird ein Anschlag auf sie verübt, und Megan erfährt, dass ihre Mutter in Wahrheit ermordet wurde. Verfolgt der Mörder jetzt auch sie? Um sich zu retten, muss sie das Schweigen der Toten brechen. Zum Glück ist Megan nicht allein bei ihrem Kampf, denn sie hat nicht viel Zeit.
Eine Leseprobe gibt es hier.


Über die Autorin:

Iris Johansen lebt mit ihrer Familie bei Atlanta, Georgia. Sie ist eine international erfolgreiche Bestsellerautorin, deren Romane eine Millionenauflage erreichen und die in viele Sprachen übersetzt wurden.
Hier geht es zu ihrer englischen Homepage.

Rezension:

Megan lebt ein normales Leben. Als sie 15 war, ist ihre Mutter gestorben und ihr Onkel hat sie bei sich aufgenommen. Seitdem ist er ihre Familie und erfüllt seine Rolle großartig. Eines Abends, als sie auf dem Rückweg ist, versucht ein LKW-Fahrer sie vom Weg abzubringen. Als er es geschafft hat, hört er jedoch Sirenen vom Rettungsdienst und verschwindet. Was wollte der Mann von ihr? War es ein betrunkener Verrückter oder hat er es wirklich auf sie abgesehen?
Auf einmal taucht ein Mann in ihrem Zimmer auf und die Stimmen, die seit zwölf Jahren verschwunden waren, nehmen riesigen Platz in ihrem Kopf ein. Dieser Mann kann diese Stimmen steuern und eröffnet ihr, dass sie mindestens eine Lauscherin, wenn nicht gar eine Pandora ist wie ihre Mutter es war. Sie soll parapsychologische Kräfte besitzen? Dasi st doch alles nur Humbug und die Stimmen, die sind Einbildung. Genau das versucht sich Megan einzureden, aber nach und nach muss sie sich eingestehen, dass sie wirklich diese Kräfte besitzt. Um ihren und den Mörder aufzuspüren, begibt sie sich auf die Suche nach einer Chronik, hinter der der Mröder auch her ist. Es stehen tausende von Menschenleben auf dem Spiel.
Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Diese Mischung aus Thriller und Fantasy ist sehr gut gelungen, man fühlt und leidet mit Megan zusammen.
Die Sprache ist einfach, kurze Sätze herrschen vor, was bei Thrillern auch das übliche Verfahren ist.

Dieses Buch habe ich bei vorablesen als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank dafür an vorablesen und den ullstein-Verlag!


Fazit:

„Pandoras Tochter“ ist ein außergewöhnlicher Thriller, da er Fantasyelemente beinhaltet. Ich hatte von der Autorin bislang noch nichts gelesen, aber das werde ich in Zukunft au jeden Fall nachholen!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Rezension: Arno Strobel - Castello Cristo

http://tiergeschichten.files.wordpress.com/2009/09/castello-cover.jpgAutor: Arno Strobel
Titel: Castello Cristo
Seiten: 317
Genre: Thriller
veröffentlicht: 2009bei dtv
 
 
Kurzbeschreibung:
 
Eine grausige Mordserie schockiert Rom. Die Opfer: junge Männer, mit deren Leichen der Kreuzweg Christi nachgestellt wird. Eine Station an jedem neuen Tag.
Commissario Daniele Varotto, Leiter der „Sonderkommission Judas“, steht vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Deshalb wird ihm vom Justizministerium ein Experte für religiös inspirierte Logen und Bruderschaften zur Seite gestellt: Der Deutsche, der sich Matthias nennt und in einem sizialianischen Kloster lebt, hat wenige Jahre zuvor die katholische Kirche vor dem sicheren Untergang bewahrt. Gemeinsam mit der Journalistin Alicia stoßen die beiden bei ihren Nachforschungen auf eine Reihe von Kindesentführungen, die über zwanzig Jahre zurückliegen und nie aufgeklärt wurden...
 
 
Über den Autor:
 
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie. Er war in Luxemburg mit der IT-Projektdurchführung einer großen deutschen Bankd betraut. Nach dem großen Erfolg von „Magus“, der in sieben Sprachen übersetzt wurde, legt er mit „Castello Cristo“ seinen zweiten Thriller vor. Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.
 
Weitere Werke: „Der Trakt“ (2010), „Das Wesen“ (2010)
 
 
Rezension:
 
Ein verworrener Thriller, in dem einige Geheimnisse des Vatikans aufgedeckt werden. Dass das Zölibat von vielen nicht eingehalten wird, ist noch das geringste Problem.
Jeden Tag taucht ein junger, ermordeter Mann in Rom auf, mit dem der Mörder eine der zwölf Stationen des Leidensweges Christi nachgestellt wird. Die „Sonderkommission Judas“ arbeitet auf Hochtouren. Diese Morde waren seit fast zwanzig Jahren geplant, denn die Opfer sind alles junge Männer, die im Alter von ca. sechs bis acht Jahren entführt wurden. Alle besitzen eine verblasste Tätowierung. Bei der letzten Station sollen alle restlichen jungen Männer umgebracht werden. Können die Kommissare das noch verhindern?
 
 
Fazit:
 
Ich war schon von „Der Trakt“ begeistert und dieser Thriller ist genauso spannend. Arno Strobel kaut dem Leser nicht alles vor, man ist zum Mitdenken gezwungen und ist so in der Geschic

Rezension: Pauline Gedge - Das Mädchen Thu und der Pharao

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Z01R0W70L._SL500_.jpgAutor: Pauline Gedge
Titel: Das Mädchen Thu und der Pharao
Seiten: 462
Genre: Historischer Roman
veröffentlicht: 1995 bei rororo
Originalausgabe: House of Dreams (1994)
 
Kurzbeschreibung:
 
Das Mädchen Thu und der Pharao“ ist die Geschichte einer ehrgeizigen jungen Frau und ihres Aufstiegs von der Tochter einer Dorfhebamme zur Nebenfrau des mächtigen Ramses III. Klug nutzt sie ihre Fähigkeiten als Heilkundige und setzt all ihre Verführungskünste ein, um ins Zentrum der Macht zu gelangen. Doch als sie nicht mehr leugnen kann, dass sie in rätselhafte Mordanschläge und Intrigen am Hofe verstrickt ist, scheint ihr Schicksal besiegelt zu sein.
 
Nachfolgeband: „Die Herrin Thu“ (1999)
 
 
Über die Autorin:
 
Pauline Gedge, geboren 1945 in Auckland/Neuseeland, lebte zwischen ihrem sechsten und vierzehnten Lebensjahr in England, wo ihr Vater – eigentlich Küstenpolizist – das Anglikanische Priesterseminar besuchte. Sie absolvierte zunächst die Central Girls' School in Oxford, später, nachdem die Familie nach Kanada übergesiedelt war, die High School. Pauline Gedge hat zwei Söhne und ist geschieden.
 
Weitere Werke: „Die Herrin vom Nil“ (1977), „Der Adler und der Rabe“ (1988), „Pharao“ (1985), „Der Sohn des Pharao“ (1992), Der Seher des Pharao (2009)
 
Rezension:
 
Thu ist nicht fürs Dorf geboren. Von Kindheit an hat sie sich unterschieden. Sie wollte höher hinaus, deshalb überredete sie ihren Bruder, ihr heimlich Lesen und Schreiben beizubringen. Eines Tages kam der Seher des Pharao zu ihrem Dorf, nachts schlich sie sich auf sein Boot und wollte ihn überreden, sie mitzunehmen und ihr beizubringen, was er weiß. Dafür möchte sie ihm ihre Jungfräulichkeit opfern, obwohl er ihr zutiefst zuwider ist.
Doch das muss sie nicht, denn der Seher ist nicht an ihr als Frau für sich, sondern als Ärztin und Nebenfrau des Pharao interessiert und so nimmt er sie mit. Sie lernt von ihm viel Heilkunde und auch wie man sich in höheren Kreisen verhält. Eines Tages ist der Pharao krank und sie soll ihn behandeln. Dieser ist von ihrer Schönheit so sehr angetan, dass er ihr das Angebot macht, seine Nebenfrau zu werden. Sie nimmt das Angebot an, sie möchte aber nicht nur Nebenfrau bleiben, sondern zur wichtigsten Frau des Landes werden. Dafür würde sie alles tun, sogar töten.
 
Die Sprache ist leicht zu verstehen, trotz der vielen Fremdausdrücke und ägyptischen Namen. Obwohl der Roman in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Thu geschrieben ist, konnte ich mich kaum in sie hineinversetzen und ihre Entscheidungen nachvollziehen. Ich habe mich eher als außenstehender Beobachter gefühlt, der das Geschehen neutral betrachtet, mit meinen eigenen Wertvorstellungen, die nicht denen Thus entsprechen. Eigentlich schafft dies immer die Er-Perspektive, nur wegen der eigentümlichen Thu hat es diesmal auch die Ich-Perspektive geschafft, jedenfalls bei mir.
 
Fazit:
 
Mit großer Spannung habe ich die Geschichte um die kleine Thu gelesen, die sich vieles holt, was sie möchte und ihre Kompetenzen schließlich überschreitet.
Auf den Nachfolgeband bin ich sehr gespannt.

Rezension: Jodi Picoult - Zerbrechlich

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEj3oq2z9zZhwZ5136JqCfFCdWbiNsUkB-X5Y23iN9C3Y3rYG6huvzPKWZnn1L17AWJHYdcHQKkJFxOFjgq-58DGktr1sH_xdw6e8tdIkCm8RBYMVVNxKHKPDNgKT7mWewcWuHGA9HG_mibK/s1600/zerbrechlich.jpgAutor: Jodi Picoult
Titel: Zerbrechlich
Seiten: 617
Genre: Gegenwartsliteratur
veröffentlicht: 2010 bei Lübbe
Originalausgabe: Handle with Care (2009)
 
Kurzbeschreibung:
 
Willow, ihr lang ersehntes Kind, ist perfekt. Das ist das Erste, was Charlotte O'Keefe hört, als sie ihr Baby auf dem Ultraschallbild sieht. Ja, es ist perfekt. Daran ändert auch Willows Krankheit nichts. Charlotte liebt ihr Kind abgöttisch und will nur eines: es beschützen. Denn Willow braucht allen Schutz der Welt. Beim kleinsten Stoß brechen ihre Knochen. Doch auch ihr Herz kann brechen. Genau das scheint Charlotte zu vergessen, als sie vor Gericht das Geld für die richtige Behandlung erkämpfen will. Sie verklagt ihre Frauenärztin. Die Krankheit hätte schon zu Beginn der Schwangerschaft erkannt – und die Eltern gewarnt werden können. Charlotte muss behaupten, ihr geliebtes Kind sei besser nie geboren worden ...
 
 
Über die Autorin:
 
Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, studierte in Princeton Creative Writing und in Harvand Erziehungswissenschaften. Seit 1992 schreibt sie mit sensationellem Erfolg Romane. Sie wurde für ihre Werke vielfach ausgezeichnet, beispielsweise mit dem New England Bookseller Award. Ihre Romane erscheinen in 35 Ländern. Sie gehört zu den erfolgreichsten und beliebtesten amerikanischen Erzählerinnen weltweit. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hanover, New Hampshire.
 
www.jodi-picoult.com
 
 
Rezension:
 
Eigentlich sollte Charlotte glücklich sein. Sie hat zwei zufriedene Kind, einen liebenden Mann, eine beste Freundin, die Tag und Nacht für sie erreichbar ist. So hat sie sich ihr Leben auch immer vorgestellt.
Doch eigentlich ist es doch ganz anders: Ihr jüngeres Kind hat die Glasknochenkrankheit, kurz OI. Willow, fünf Jahre alt, hatte in ihrem jungen Leben schon über sechzig Knochenbrüche. Charlotte hetzt mit ihr von einer Untersuchung zur anderen. Sie weiß nicht, wie sie all die teuren Dinge kaufen soll, die Willow doch so dringend braucht. Denn die Krankenversicherung bezahlt davon viel zu wenig.
Da kommt ihr eine Idee: Die Frauenärztin hätte schon viel früher feststellen können, dass Willow OI hat. Wenn sie sie verklagt auf Schadenserhalt, wird Willow alles haben, was sie sich je wünschen kann. Doch die Sache hat mehrere Haken: Ihre Frauenärztin ist ihre beste Freundin. Ihr Verhalten ist höchst amoralisch. Sie muss vor Gericht behaupten, dass sie Willow lieber nie bekommen hätte.
Sie glaubt, alles regeln zu können, sie setzt ihre beste Freundin gegen die Zukunft ihrer Tochter. Doch wird sie gewinnen? Oder wird sie alles verlieren, mitsamt der Liebe ihrer Familie?
 
 
Fazit: 
 
Jodi Picoult ist eine meiner Lieblingsschriftstellerinnen, ich verschlinge ihre Bücher geradezu. Mit diesem Roman hat sie mal wieder geschafft, eine hochgeladene Spannung aufzuladen und das Ende wird so, wie man es nicht für möglich gehalten hat. Ich schwankte beim

Rezension: Delphine de Vigan - Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin

http://kristinfriedrich.files.wordpress.com/2011/02/ich-hatte-vergessen-dass-ich-verwundbar-bin.jpgAutor: Delphine de Vigan
Titel: Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin
Seiten: 252
Genre: Belletristik
veröffentlicht: 2010 bei Droemer
Originalausgabe: 2009, Frankreich
 
Kurzbeschreibung:
Hoffen wir nicht alle immer wieder einmal auf eine Begegnung, die unser Leben verändert und zum Guten wendet?
Mathilde hält sich für eine starke Frau, tatkräftig und entschlossen. Sie ist alleinerziehende Mutter von drei wundervollen Jungen, und sie liebt ihre Arbeit. Wozu sollte sie sich eine Veränderung wünschen?
Doch die Veränderung kommt. Mathildes Chef beginnt sie zu mobben, immer stärker leidet sie unter der Situation im Büro. Da prophezeit ihr eine Wahrsagerin eine ganz besondere Begegnung, und Mathilde hofft. Doch worauf? Auf die Rückkehr ihrer alten Stärke? Oder auf die Begegnung mit einem ganz besonderen Mann? Der prophezeite Tag bricht an.
 
Über die Autorin:
Delphine de Vigan, 1966 in Paris geboren, lebt dort mit ihren beiden Kindern. Sie arbeitet in einem soziologischen Forschungsinstitut. Ihr Roman „No & Ich“, für den sie zwei renommierte literarische Preise erhielt, den Prix des Libraires und den Prix Rotary International, erschien 2009 bei Droemer. „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ brachte ihr eine Prix-Concourt-Nominierung ein.
 
Rezension:
Mathilde lebt ein schweres Leben, aber auch ein glückliches. Nachdem ihr geliebter Mann vor zehn Jahren verunglückt ist, muss sie das Leben mit ihren drei Söhnen alle meistern. Nach dem ersten Schockzustand scheint sie es auch zu schaffen. Bis sie einmal ihrem Vorgesetzten widerspricht und er sie daraufhin immer stärker mobbt. Zunächst entzieht er ihr nacheinander all ihre Aufgaben, danach wird ihr Büro verlegt, letztlich bekommt sie sogar eine Abmahnung, weil sie ihn beleidigt haben soll – es ist der 20. Mai. Der Tag, den ihr die Wahrsagerin als etwas Besonderes prophezeit hat.
Von einem Moment auf den anderen scheint ihr Leben eine einzige Katastrophe. Der Mann, mit dem sie vorher so eng und gut zusammengearbeitet hat, macht ihr Leben zur Hölle. Ihre Kollegen beugen sich ihrem Chef, sie steht alleine da.
Thibault ist Arzt. Obwohl er nur acht Finger hat. Da er so seinen Wunsch, Chirurg zu werden, nicht verwirklichen konnte, hat er erst einmal die Praxis eines Hausarztes übernommen, ist dann aber von seinem Heimatörtchen ins große Paris gezogen und arbeitet dort seit Jahren als Assistenzarzt. Sein Alltag findet vor allem in seinem Auto statt, mit dem er von einem Patienten zum anderen fährt und mit dem Verkehr von Paris kämpft. Lila, mit der er ein Verhältnis hat und in die er verliebt ist – er hat sie verlassen. Denn sie liebt ihn nicht, sie konnte ihn nicht lieben, warum, ist ihm unerklärlich. Doch nun hat er einen Schlussstrich gezogen, am Morgen des 20. Mai. Mit letzter Kraft absolviert er seine Patientenbesuche. Auf dem Weg nach Hause beschließt er wegen riesigem Stau die Metro zu nehmen.
Dort begegnet er Mathilde. Die beiden werden aufeinander aufmerksam.
 
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich das Geschehen in gewisser Weise vorausgeahnt. Ich dachte, sie treffen sich und auf irgendeine Art kommen sie sich näher, geben sich gegenseitig Halt, den sie so dringend brauchen. Doch es kommt anders, als man denkt.
 
Der Schreibstil der Autorin hat mir außerordentlich gut gefallen. „Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin“ ist der erste Roman, den ich von ihr gelesen habe, doch er wird garantiert nicht der letzte bleiben. Sie schreibt sehr kurze Sätze, die allesamt sehr pregnant sind. Man vermisst nichts. Die Kapitel sind auch sehr kurz, oft wird zwischen Mathile und Thibault hin und hergewechselt. Es ist immer übersichtlich und trotz der Handlung, die man zu kennen glaubt, bleibt es immer hochgradig spannend.
Heutzutage sind viele Menschen in ähnlichen Situationen wie Mathile und Thibault. Ganz auf sich allein gestellt, versuchen sie das Leben zu meistern. Oft fallen sie durch und kämpfen sich wieder hoch. Das nächste Mal fallen sie tiefer. Irgendwann ist das Loch, in das sie fallen, zu tief, als dass ein Herauskommen noch möglich wäre.
 
 
Fazit:
 
Ein recht schmales Büchlein, das mit zutiefst bewegt hat. Eine gewöhnliche Geschichte unser Realität, die ungewöhnlich erzählt wird.

Rezension: Camilla Macpherson: Am Tag und in der Nacht

http://www.vorablesen.de/files/images/Cover_Macpherson_Tag.preview.jpgAutor: Camilla Macpherson
Titel: Am Tag und in der Nacht
Seiten: 393
Genre: Belletristik
veröffentlicht: 2011 bei List
Originalausgabe: Pictures at an exhibition, London 2012
 
Kurzbeschreibung:
London in den vierziger Jahren: Jeden Monat geht Daisy in die Nationalgalerie, um das einzige dort ausgestellte Meisterwerk zu sehen. Diese Momente sind für sie besonders wertvoll, sie geben ihr Kraft in den kriegszerrissenen Zeiten.
Jahre später entdeckt die junge Claire die Briefe, die Daisy damals schrieb. Darin lernt sie eine Frau kennen, die allen Konventionen zum Trotz ihren Weg ging. Nach einem schrecklichen Schicksalsschlag findet jetzt auch Claire den Mut, Schritt für Schritt ein neues Leben zu beginnen.
 
Über die Autorin:
Camilla MacPherson arbeitete nach ihrem Studium in Oxford als Juristin in London und Mailand. Nach einigen z.T. preisgekrönten Kurzgeschichten ist „Am Tag und in der Nacht“ ihr erster Roman.
Camilla Macpherson ist mit einem kanadischen Musiker verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit ihrer Familie in London.
 
Rezension:
Claire war schwanger. Claire war glücklich. Im fünften Monat geriet sie zufällig in eine Schlägerei und verlor ihr Baby. Danach brach für Claire und ihren Mann Roger die Welt zusammen. Doch Roger konnte sich schneller wieder dem Leben zuwenden. Claire schleppt sich von der Arbeit nach Hause und wieder zur Arbeit. Sie lässt niemanden an sich ran, noch nicht mal Roger. Roger arbeitet immer länger, Claire vereinsamt immer mehr.
Eines Tages bekommt Roger ein Paket. Seine Großmutter aus Amerika ist gestorben und hat ihm Briefe vermacht. Claire öffnet das Paket und liest den ersten Brief. Daisy, die Cousine der Verstorbenen, hat ihr jeden Monat einen Brief geschickt. Darin schreibt sie von ihrem Leben in London inmitten des zweiten Weltkrieges. Die Nationalgalerie ist geschlossen, doch sie stellen wieder Gemälde aus, nur ein Gemälde pro Monat. Daisy beschließt, jeden Monat dahinzugehen und Elizabeth, ihrer Cousine davon zu berichten.
Als Claire den ersten Brief liest, beschließt sie, pro Monat nur einen Brief zu öffnen und sich, auch wie Daisy es getan hatte, die Gemälde in der Nationalgalerie anzuschauen. Das gibt Claire eine neue Aufgabe im Leben. Auf einmal lernt sie dort einen Mann kennen. Einen Mann, der Claire begehrt und der sie versteht.
Lässt sie sich auf die Affäre ein? Wird sie wieder jemals glücklich? Und wenn ja, mit wem? Mit Roger oder Dominic, der so begehrenswert scheint?
Warum hören Daisys Briefe so abrupt auf?
Der Roman ist leicht lesbar und doch schwere Lektüre. Doch das liegt nicht an den Worten, sondern am Inhalt. An der Innenseite der Buches sind die Gemälde abgebildet, die besprochen werden im Laufe des Romans. Bei jedem Kapitel sind die nochmal abgedruckt, dort allerdings in Schwarzweiß.
 
Fazit:
Ein wunderschönes Romandebüt, bei dem viele Fragen des Lebens aufgeworfen werden und das ich unbedingt weiterempfehlen möchte!

Rezension: Daniel H. Wilson: Robocalypse

http://www.vorablesen.de/files/images/Cover_Wilson_Robocalypse.preview.jpgAutor: Daniel H. Wilson
Titel: Robocalypse
Seiten: 462
Genre: Science-Fiction
veröffentlicht: 2011bei Droemer
Originalausgabe: „Robopocalypse“, 2011, USA
 
Kurzbeschreibung:
Sie sind kalt.
Sie sind überlegen.
Sie werden zur tödlichen Gefahr.
Die letzte Stunde der Menschheit ist angebrochen: Weltweit erheben sich die Maschinen gegen ihre Schöpfer. Unter der Kontroller einer überragenden künstlichen Intelligenz werden scheinbar harmlose Computer zur ebenso tödlichen Bedrohung wie hochentwickelte Waffensysteme. Die Robocalypse vernichtet die Welt, wie wir sie kennen – doch mit einem haben die Maschinen nicht gerechnet: dem Überlebenswillen der Menschen ...
 
Über den Autor:
Daniel H. Wilson wurde 1978 in Oklahoma geboren – oder vielleicht doch von Robotern unter die Menschen geschmuggelt? Schon als Kind versuchte er, seinen Computer zum Sprechen zu bringen, und verliebte sich in das Androidenmädchen aus einer Fernsehserie. Nach der Highschool studierte Daniel H. Wilson zunächst Informatik, bevor er seinen Doktortitel für Robotik erwarb. Er lebt heute in Oregon.
 
Rezension:
Ich möchte zunächst zur Gestaltung des Buches etwas sagen. Aufgefallen sind mir vor allem zwei Dinge: Die abgerundeten Ecken des Buches, was mir durchaus gefällt und zum zweiten ein QR-Code auf der Buchrückseite, mit dem man auf seinem Smartphone den Trailer zum Buch anschauen kann. Wenn man ein Smartphone hat, versteht sich. ;)
Ansonsten haben mich die roten Augen auf der Titelseite öfter mal während der Geschichte fasziniert, wenn nicht gar gegruselt.
 
Die Story ist nicht wirklich neu. Den Gedanken, dass die Technik, die wir uns erschaffen, irgendwann überhand nimmt, gibt es schon einige Zeit. Mit diesem Roman weiter Wilson seine Idee davon aus. Und er muss es ja schließlich wissen als Robotik.
Alle technisch hoch entwickelten Geräte fangen an, ein Eigenleben zu führen. Zunächst sind es einzelne Vorfälle, doch dann gibt es eine Stunde Null. Der Beginn des Krieges. Mensch gegen Maschine. Auf der einen Seite Archos, eine Maschine, von einem Professoren erschaffen, die sich selbstständig gemacht und den Professor als erste Tat ermordet hat. Archos hat die Befehlsgewalt über alle Maschinen. Die Menschen können sich nicht mehr über Handy, Radio, Satellit, Internet etc. verständigen. Sie wissen nicht, ob es noch andere Widerstandsgruppen gibt. Nach uns nach erfahren sie voneinander und ein Krieg breitet sich aus, wie die Welt ihn noch nicht gesehen hat. Aber hat der Mensch wirklich eine Chance gegen die Maschine? Der menschliche Körper ist verwundbar, eine Maschine ist leicht ersetzbar und lässt sich von einem Kugelhagel nicht beirren.
 
Die Spannung wird vor allem durch die vielen Perspektivwechsel hervorgerufen. So bekommt man Einblick in die einzelnen Widerstandsgruppen und hat nach einiger Zeit „Lieblinge“, von denen man natürlich wissen möchte, wie es ihnen ergeht – doch dazwischen wird die Geschichte noch von fünf anderen Menschen weitererzählt...
 
Fazit:
 
Eine spannende Geschichte, die ich am Morgen angefangen und spät in der Nacht am selben Tag auch schon wieder beendet habe.

Rezension: Hjorth & Rosenfeldt: Der Mann, der kein Mörder war

 
Autoren: Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt
Titel: Der Mann, der kein Mörder war. Ein Fall für Sebastian Bergman
Seiten: 588
Genre: Krimi
veröffentlicht: 2011 im rowohlt Verlag
Originalausgabe: 2010 Schweden
 
Kurzbeschreibung:
Ein Waldtümpel bei Västeras: Pfadfinder entdecken die Leiche des 16-jährigen Roger. Er wurde brutal misshandelt, sein Herz herausgerissen. An seiner alten Schule wurde der stille Junge gemobbt. Zuletzt besuchte er ein exklusives Privatgymnasium.
Ganz in der Nähe ist Kriminalpsychologe Sebastian Bergman damit beschäftigt, sein Elternhaus zu verkaufen. Seit er bei einem tragischen Unglück Frau und Kind verlor, hat er nicht mehr gearbeitet. Stattdessen stürzt er sich in eine Affäre nach der anderen und genießt es, vor aller Welt das Ekelpaket zu geben.
Kommissar Torkel Höglund ermittelt im Mordfall Roger. Er ist überrascht, als er vor Ort auf seinen alten Freund Bergman trifft – umso mehr, als der ihm bei den Ermittlungen helfen will. Höglunds Team ist alles andere als begeistert, doch bald ist der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn hinter den Mauern der Eliteschule offenbaren sich Abgründe. Und fast jeder hat dort etwas zu verbergen ...
 
Über die Autoren:
Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher TV-Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Mankell-Verfilmungen. Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, ist Dramatiker, Schauspieler und ein bekannter Radio- und Fernsehmoderator. Dies ist ihr Romandebüt und der Auftakt einer Reihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, die vom schwedischen Fernsehen in Kooperation mit dem ZDF verfilmt wird.
 
Rezension:
Mir fällt es ein wenig schwer, zu diesem Roman eine Rezension zu schreiben. Es gibt hier viele Figuren, die auftauchen und die meisten von ihnen werden sehr genau beschrieben und charakterisiert. Das hat mich hier besonders fasziniert.
In einem kleinen Ort wird ein 16-jähriger Junge vermisst. Er wird im Wald aufgefunden, seine Leiche wurde im Tümpel entsorgt. Man hat ihm das Herz herausgeschnitten. Die örtliche Polizei ruft die Reichsmordkommission zu Hilfe. Es entstehen Macht- und Verantwortlichkeitskämpfe am Arbeitsplatz. Im Mordfall kommen sie nicht voran, jede Spur verläuft im Sand. Ein Verdächtiger nach dem anderen wird wieder freigelassen.
Sebastian Bergman führt ein Leben, das oberflächlicher nicht sein könnte. Er ist ein typischer Antiheld. Durch den Tod seiner Frau und seiner Tochter arbeitet er nicht mehr. Er läuft von einem One-Night-Stand zum anderen, er sieht keinen großen Sinn in seinem Tun außer die schnelle Eroberung, die ihn reizt. Sich beweisen zu können. Dann wird ihm mitgeteilt, dass seine Mutter gestorben ist und er muss nach über dreißig Jahren in seinen Heimatort zurückkehren und ihr Haus verkaufen. Dabei begegnet er Torkel, der den Fall Roger leitet. Bergman bittet ihn aus einem bestimmten Grund mitzuarbeiten.
Es geschehen immer mehr Morde im Städtchen. Wer steckt dahinter? Es ist klar, es kann nur der Mörder Rogers sein.
Durch viele Perspektivwechsel bekommen wir einen umfassenden Einblick ins Geschehen und können so gespannt mitverfolgen, wie der Fall letztendlich aufgelöst wird.
 
Doch nicht alle Fragen werden geklärt, bei mir sind jedenfalls noch einige offen. Aber da dieses Buch Auftakt einer Krimireihe sein soll, erhoffe ich mir Antworten in den Folgebänden, die ich auf jeden Fall lesen werde!
 
Fazit:
Der Auftakt einer neuen, spannenden Reihe um einen Kriminalpsychologen, der die, die er zu finden versucht, als seine Seelenverwandte ansieht!