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Donnerstag, 1. März 2012

Rezension: Tückische Krebse

Herausgeberinnen: Thea Dorn, Uta Glaubitz und Lisa Kuppler
Titel: Tückische Krebse
Seiten: 186
Genre: Anthologie, Krimi
veröffentlicht:  2000 im Eichborn Verlag


Kurzbeschreibung:

22. Juni bis 22. Juli
Krebse sind häuslich, fürsorglich und erliegen zuweilen einer bedenklichen Sammelleidenschaft. So sagt man. Aber wussten Sie, warum Krebse sich das Kulisammeln besser abgewöhnen sollten? Warum es bei Krebsen besonders gefährlich ist, wenn Liebe und Karriere in Konflikt geraten? Wie bedrohlich auch ein Aszendent Krebs sein kann? Können Sie sich vorstellen, was Freundschaft für einen betrogenen Krebs bedeutet? Was ist der Luft liegt, wenn Krebse auch am Wochenende an ihrem Arbeitsplatz auftauchen? Und wie  eine Krebsfrau sich aus der Affäre zieht, wenn sie in ihrem eigenen Haus zur Gefangenen wird?
 
 
Rezension:

Folgende Kurzgeschichten sind in diesem Bändchen enthalten:
Jan Eik - Ein typischer Krebs
Andrea C. Busch - Nach Diktat vereist
Stella Duffy - Die Frau im Mond
Saskia Betula - Die Morde des Doktor Eber
Verena Mahlow - Johannisfest
Frank Ronan - Krebs im Azendenten

Ich habe mich vorher kaum mit Astrologie auseinander gesetzt und hatte demnach z.B. keine Ahnung, was ein Aszendent ist. Doch dieses Wissen ist nicht unbedingt nötig, um diesen humorvollen Krimiband genießen zu können.
Die Geschichten drehen sich alle um das Sternzeichen einer oder mehrerer Hauptfiguren. Sie werden immer wieder erwähnt und die Handlungen und Eigenschaften der Figuren werden darauf bezogen, in welchem Sternzeichen oder auch Aszendenten sie geboren sind.
Alle Erzählungen sind ca. 30 Seiten lang. Ich habe sie (fast) alle nacheinander gelesen, doch das empfehle ich nicht, denn so vergisst man die vorangegangenen wieder schneller.
Die Schreibweisen sind natürlich ganz unterschiedlich, da es unterschiedliche Autoren sind und jeder Autor das Thema auf seine ganz persönliche Art umgesetzt hat.
Eine bevorzugte Geschichte habe ich nicht und ich habe auch noch kein Buch von einem der Autoren oder einer der Herausgeberinnen gelesen.
Es ist eine Reihe vom Eichborn Verlag, die aus zwölf Büchern besteht, in denen Krimigeschichten gesammelt sind, die dem jeweiligen Sternzeichen entsprechen. Ich persönlich habe mir dieses herausgesucht, weil ich im Krebs geboren bin.
 

Fazit:

 Leider nur ein kurzweiliges Lesevergnügen, dafür aber ein Vergnügen!

Samstag, 31. Dezember 2011

Rezension: Diana Gabaldon - Die Sünde der Brüder

Autor: Diana Gabaldon
Titel: Die Sünde der Brüder. Ein Lord-John-Roman
Seiten: 560
Genre: Krimi, Historischer Roman
veröffentlicht: 2008
Originalausgabe: 2007, "Lord John and the Brotherhood of the Blade"
Reiheninfo:
Die Lord-John-Saga
1. Das Meer der Lügen
2. Die Sünde der Brüder
3. Die Fackeln der Freiheit

Kurzbeschreibung:

Eine verbotene Liebe. Und ein grausames Familiengeheimnis …
Man schreibt das Jahr 1758, als Lord John Greys Familie sich durch die zweite Heirat seiner Mutter um einen Stiefbruder vergrößert. Als er dem jungen Mann namens Percy begegnet, stockt Lord John der Atem: Er hat Percy schon einmal getroffen – in einem diskreten Etablissement! Kurz darauf muss John eine Reise in den Lake District antreten, wo der von ihm verehrte – und begehrte – Jamie Fraser unter Arrest steht. Und plötzlich sieht sich John mit einem weiteren Konflikt konfrontiert. Mitten in den Wirren der Schlacht bei Krefeld drängt das schreckliche Geheimnis, das auf seiner Familie lastet, ans Licht …

Leseprobe


Über die Autorin:

Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman Feuer und Stein wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans der Highland-Saga wurden.
Zuletzt beherrschten der sechste Roman der Highland-Saga Ein Hauch von Schnee und Asche und der siebte Roman Das Echo der Hoffnung jeweils wochenlang die Top 3 auf sämtlichen Bestsellerlisten. Derzeit liegt die deutsche Gesamtauflage von Diana Gabaldons Büchern bei über acht Millionen verkauften Exemplaren.
Diana Gabaldon lebt mit Mann und drei Kindern in Scottsdale, Arizona.
www.dianagabaldon.de


Rezension:

John Grey bekommt neuen Familienzuwachs, denn seine verwitwete Mutter möchte wieder heiraten. Ihr zukünftiger, neuer Ehemann hat einen Stiefsohn, den John kennt. Percy ist ihm schon mal an einem Ort begegnet, an dem sich Männer treffen, die ein sexuelles Interesse an Gleichgeschlechtlichen haben. Da der Roman im 18. Jahrhundert spielt, weiß außer den "Betroffenen" niemand von ihren Neigungen. John und Percy verlieben sich ineinander, obwohl sie Stiefbrüder geworden sind. Doch ihre Beziehung läuft nicht so gut, wie beide es erhofft haben.
John liebt einen anderen seelisch, Percy rächt sich, indem er mit einem anderen ins Bett geht.

Viele Geschehnisse werden schon in der Highland-Saga angerissen und hier weiter ausgebaut. Man fühlt mit Lord John mit, obwohl er nicht meine ganze Sympathie in diesem Roman gewonnen hat. Alles kann auch ich nicht akzeptieren. ;)
Deshalb einen halben Kaktus Abzug. Ansonsten ist es ein waschechter Gabaldon-Roman!



Fazit: Unbedingt lesenswert, vor allem für Gabaldon-Fans. Meiner Meinung nach sollte man alle vorhergehenden Romane von Gabaldon gelesen haben, sonst bekommt man nicht alles Wissenswerte mit.

Rezension: Diana Gabaldon - Die Hand des Teufels

Autor: Diana Gabaldon
Titel: Die Hand des Teufels. Drei Lord-John-Kurzromane
Seiten: 415
Genre: Krimi
veröffentlicht: 2006
Originalausgabe: 2006, "Lord John and the Hand of Devils"

Kurzbeschreibung:

Den Millionen Fans von Diana Gabaldons Highland-Saga ist Lord John Grey seit langem bestens bekannt. Von den Lesern als treuer Freund des Helden Jamie Fraser geschätzt und geliebt, werden seine Auftritte in jedem neuen Roman mit Begeisterung erwartet. Doch auch zwischen seinen Erlebnissen in der Welt von Jamie und Claire führt der englische Offizier im London des 18. Jahrhunderts ein faszinierendes Eigenleben! – In diesen drei fesselnden Kurzromanen hat Lord John wieder einmal eine Reihe von dramatischen Abenteuern zu bestehen – und sieht sich schließlich sogar mit einer übersinnlichen Mordserie konfrontiert...

Leseprobe


Über die Autorin:
Diana Gabaldon war Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie sich hauptberuflich dem Schreiben widmete. Bereits ihr erster Roman Feuer und Stein wurde international zu einem gigantischen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Lesern zu begeisterten Fans der Highland-Saga wurden.
Zuletzt beherrschten der sechste Roman der Highland-Saga Ein Hauch von Schnee und Asche und der siebte Roman Das Echo der Hoffnung jeweils wochenlang die Top 3 auf sämtlichen Bestsellerlisten. Derzeit liegt die deutsche Gesamtauflage von Diana Gabaldons Büchern bei über acht Millionen verkauften Exemplaren.
Diana Gabaldon lebt mit Mann und drei Kindern in Scottsdale, Arizona.
www.dianagabaldon.de


Rezension:

In diesem Sammelband werden drei Kurzromane vereinigt. Dabei werden kurze Perioden aus Lord Johns Leben erzählt, bei denen er Kriminalfälle aufgeklärt hat. Manchmal, wenn er gar nicht darum gebeten wurde.
Die Schreibweise erinnerte mich hier wenig an Diana Gabaldons Art, Kurzromane von ihr bin ich als begeisterte Leserin ihrer Wälzer einfach nicht gewohnt. Gabaldon versuchte hier eine Art des Schreibens, wie man sie von Krimiautoren kennt. In ihren anderen Lord-John-Romanen, die ausführlicher gehalten sind, ist ihr das auch gelungen.
Nichtsdestotrotz haben mir die Kurzgeschichten gefallen. Im Text wird hin und wieder ein Bezug zur Highland-Saga hergestellt und ich freue mich immer, wenn ich von liebgewonnenen Figuren etwas Neues lesen kann und Lord John gehört da definitiv dazu!



Fazit:

Drei Kurzromane für Fans der Highland-Saga und der Lord-John-Romane. Kennt man die Highland-Saga nicht, kann man dieses Buch auch lesen, aber versteht so einige Hinweise nicht.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Rezension: Hjorth & Rosenfeldt: Der Mann, der kein Mörder war

 
Autoren: Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt
Titel: Der Mann, der kein Mörder war. Ein Fall für Sebastian Bergman
Seiten: 588
Genre: Krimi
veröffentlicht: 2011 im rowohlt Verlag
Originalausgabe: 2010 Schweden
 
Kurzbeschreibung:
Ein Waldtümpel bei Västeras: Pfadfinder entdecken die Leiche des 16-jährigen Roger. Er wurde brutal misshandelt, sein Herz herausgerissen. An seiner alten Schule wurde der stille Junge gemobbt. Zuletzt besuchte er ein exklusives Privatgymnasium.
Ganz in der Nähe ist Kriminalpsychologe Sebastian Bergman damit beschäftigt, sein Elternhaus zu verkaufen. Seit er bei einem tragischen Unglück Frau und Kind verlor, hat er nicht mehr gearbeitet. Stattdessen stürzt er sich in eine Affäre nach der anderen und genießt es, vor aller Welt das Ekelpaket zu geben.
Kommissar Torkel Höglund ermittelt im Mordfall Roger. Er ist überrascht, als er vor Ort auf seinen alten Freund Bergman trifft – umso mehr, als der ihm bei den Ermittlungen helfen will. Höglunds Team ist alles andere als begeistert, doch bald ist der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn hinter den Mauern der Eliteschule offenbaren sich Abgründe. Und fast jeder hat dort etwas zu verbergen ...
 
Über die Autoren:
Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher TV-Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Mankell-Verfilmungen. Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, ist Dramatiker, Schauspieler und ein bekannter Radio- und Fernsehmoderator. Dies ist ihr Romandebüt und der Auftakt einer Reihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, die vom schwedischen Fernsehen in Kooperation mit dem ZDF verfilmt wird.
 
Rezension:
Mir fällt es ein wenig schwer, zu diesem Roman eine Rezension zu schreiben. Es gibt hier viele Figuren, die auftauchen und die meisten von ihnen werden sehr genau beschrieben und charakterisiert. Das hat mich hier besonders fasziniert.
In einem kleinen Ort wird ein 16-jähriger Junge vermisst. Er wird im Wald aufgefunden, seine Leiche wurde im Tümpel entsorgt. Man hat ihm das Herz herausgeschnitten. Die örtliche Polizei ruft die Reichsmordkommission zu Hilfe. Es entstehen Macht- und Verantwortlichkeitskämpfe am Arbeitsplatz. Im Mordfall kommen sie nicht voran, jede Spur verläuft im Sand. Ein Verdächtiger nach dem anderen wird wieder freigelassen.
Sebastian Bergman führt ein Leben, das oberflächlicher nicht sein könnte. Er ist ein typischer Antiheld. Durch den Tod seiner Frau und seiner Tochter arbeitet er nicht mehr. Er läuft von einem One-Night-Stand zum anderen, er sieht keinen großen Sinn in seinem Tun außer die schnelle Eroberung, die ihn reizt. Sich beweisen zu können. Dann wird ihm mitgeteilt, dass seine Mutter gestorben ist und er muss nach über dreißig Jahren in seinen Heimatort zurückkehren und ihr Haus verkaufen. Dabei begegnet er Torkel, der den Fall Roger leitet. Bergman bittet ihn aus einem bestimmten Grund mitzuarbeiten.
Es geschehen immer mehr Morde im Städtchen. Wer steckt dahinter? Es ist klar, es kann nur der Mörder Rogers sein.
Durch viele Perspektivwechsel bekommen wir einen umfassenden Einblick ins Geschehen und können so gespannt mitverfolgen, wie der Fall letztendlich aufgelöst wird.
 
Doch nicht alle Fragen werden geklärt, bei mir sind jedenfalls noch einige offen. Aber da dieses Buch Auftakt einer Krimireihe sein soll, erhoffe ich mir Antworten in den Folgebänden, die ich auf jeden Fall lesen werde!
 
Fazit:
Der Auftakt einer neuen, spannenden Reihe um einen Kriminalpsychologen, der die, die er zu finden versucht, als seine Seelenverwandte ansieht!